Samstag, 31. März 2012

Bowmore 12 J. vs Bowmore 12 J. "Enigma" (beide 40% Vol.)

Den heutigen Artikel verdanken wir indirekt wieder einmal Plattfuss, denn der Bowmore 12 war der Whisky, den er freundlicherweise noch Anno 2011 zum geselligen Weihnachtsabend mit meiner Frau und mir beisteuerte. Der Abend war gottlob nicht so weit fortgeschritten, als wir zur Verkostung kamen, so dass auch heute noch meine Notizen ganz gut lesbar sind ... was sonst bekanntlich nicht immer der Fall ist. Der Bowmore Enigma hingegen war Teil des Line-Ups für den bereits an anderer Stelle besprochenen Whiskyabend bei ihm zu Hause.

Zwei zwölfjährige Malts aus dem Hause Bowmore also, die um unsere Gunst buhlen. Die Bowmore ist eine klassische Brennerei (gegründet Ende des 18. Jahrhunderts)  der Insel Islay und ihre imposanten weißgetünchten Gebäude stehen direkt am Meer in der großen Bucht von Loch Indaal oder Lochindaal. Die Nähe zur See verleiht den Whiskys von Bowmore, so sagt man jedenfalls, ihren maritimen und jodsalzlastigen Charakter. Die Firma gehört seit den 1990ern zur japanischen Suntory-Gruppe (die mit den nationalen Single Malts Hakushu, Hibiki und Yamazaki bereits vor dem Ankauf ein eindrucksvolles Portfolio aufzuweisen hatte). Bowmore zeichnet sich traditionell dadurch aus, dass sie für die Lagerung ihrer Whiskys stärker als andere Brennereien von Islay auf Sherry-Oloroso-Fässer zurückgreift. Ansonsten lohnt die schön unterhaltene Webseite mit ihren harten Fakten und romantischen Legenden von der Insel definitiv einen Besuch. Unter dem Namen Inner Core läuft ein Statusprogramm, für welches individuelle Einladungen verteilt werden.



Die beiden verkosteten Whiskys sind 12 Jahre alt; der "klassische" Single Malt ist sozusagen das Brot- und Buttergeschäft von Bowmore - und gleichzeitig wohl der am meisten verkaufte Tropfen aus dem Sortiment. Der Enigma wurde speziell für die Travel Retail Range kreiert, also für den Verkauf in Einlitergebinden an Flughäfen usw. Vom Literpreis her ist der "normale" Zwölfjährige gut sechs bis sieben Euro teurer als der Enigma. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Brüder dadurch, dass der Enigma einen noch höheren Sherryfassanteil aufweist. 

Aussehen und Aroma: Der Bowmore 12 ist eine Kleinigkeit heller als der Enigma, in der Nase finden sich Rauch, Hafer und warmes Holz. Der Enigma zeigt Nuancen von Jod, Pfeffer und jungem Leder.

Geschmack: Beide Destillate sind sehr phenolisch, jedoch in dieser Stärke auch keine ausgesprochenen "Torfmonster". Etwas mehr als der Enigma zeigt der Bowmore 12 eine kernige Salzigkeit, während der Enigma mit einer eher milden Süße aufwartet, die durch unverkennbare Kräuteraromen ergänzt wird. Der Zusatz von Wasser kann bei beiden getrost unterbleiben, der Bowmore 12 gewinnt noch etwas mehr Salz, das ist alles.

Abgang: Bei beiden für meinen Geschmack eher mittellang und mild, beim Bowmore 12 jedoch bleibt ein Hauch der Aromen noch länger im Nachklang.

Fazit: Beides sehr schöne Whiskys zu einem akzeptablen Preis. Der Enigma ist meines Erachtens etwas nuancierter im Ausdruck, allerdings hat er nicht ganz die so typische Salzigkeit der Bowmores. Wer diese sucht, ist mit dem "nomalen" Zwölfjährigen eventuell besser bedient.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint wegen der Feiertage bereits am Karfreitag, den 6. April 2012.


Sonntag, 25. März 2012

Termine April 2012

Lokal / Regional

Nix los in der Region ... fade, fade, fade.

National

The Whisky Fair (Limburg: 28. und 29. April)

International

4th Middle Earth Beer Festival (Hurst Green, England: 12. bis 15. April)
Miami Rum Week (Miami, Florida: 16. bis 22. April)
Wine & Spirits Asia (Singapur: 17. bis 20. April)

Interessante Veranstaltung gefunden? Nachricht an uns, bitte!

Samstag, 24. März 2012

Der unbekannte Riese: North British

Unser Allgemeinwissen sagt, die am häufigsten anzutreffende Variante des (hauptsächlich schottischen und irischen Whisk(e)ys) sei der Blend, also der Verschnitt mehrerer Whisk(e)ys zu einer mehr oder weniger stimmigen Komposition. Dies ist die Aufgabe der Master Blender (manchmal auch Noses genannt), welche dafür zu sorgen haben, dass das selbe Produkt jeweils auch immer den selben Geschmack und die selbe Qualität aufweist. Dass die genaue Rezeptur in der Regel neben dem Master Blender nur wenigen Personen in einem Betrieb bekannt ist, dürfte wohl ebenfalls kaum überraschen.

Blended Scotch Whisky besteht zum Beispiel - je nach Qualität - aus einem Anteil Malt Whiskys, der zwischen etwa 5 und 70 Prozent liegen kann, wobei Produkte, die mehr als 40% Single Malts enthalten, oft auch als Luxury Blends angesprochen werden: ein Beispiel dafür wäre der Johnnie Walker Blue Label. Den Rest eines Blended Scotch bildet dann Grain Whisky, welcher aus verschiedenen Getreidesorten wie etwa Gerste, Weizen oder Roggen bestehen kann. Während die Lieferanten der Malt Whiskys in der Regel auch als eigenständige Produzenten reüssieren, ist der Grain-Whisky-Markt im Großen und Ganzen recht unbekannt und fristet im Vergleich zum ersteren ein Nischendasein. Es gibt zwar einige bekanntere Single Grain Whiskys (wie etwa Girvan oder Cameron Brig), jedoch ist in den allermeisten Fällen das Endprodukt nur als Bestandteil von Blends von Bedeutung. Angesichts der Anzahl von Blends (von denen es ja auch nicht nur schottische und irische gibt) dürfte es nicht verwundern, dass die Produktion von Grain Whisky ein Massengeschäft ist. Mit Stand von 2012 gibt es zum Beispiel in Schottland zur Zeit ganze sieben Grain distilleries, die zum Teil zu sehr großen Getränkekonzernen gehören; auch die Destillerie Loch Lomond ist eine davon.



Einer der größten, dem Konsumenten in der Regel unbekannten Produzenten ist jedoch North British (Diageo). Die Brennerei befindet sich heute wie schon seit ihren Anfängen im Jahre 1885 in einem Ortsteil von Edinburgh, nahe des Murrayfield-Stadions. Sie wurde von drei Whiskyherstellern gegründet, von denen Andrew Usher Jr. sicherlich der bekannteste ist, denn er war es, der 1856 den ersten Blended Scotch herstellte, nämlich den heute noch erhältlichen legendären Usher's Green Stripe. Der Hintergedanke bei allen drei Investoren war es natürlich, sich von den Lieferungen anderer Grain-Brennereien unabhängig zu machen und sich so den wichtigen Rohstoff für die eigenen Blends dauerhaft zu sichern. Bis 1914 produzierte man bereits etwa 9 Mio. Liter Alkohol pro Jahr, allerdings hatten sowohl die beiden Weltkriege als auch die amerikanische Prohibition extrem negative Auswirkungen auf die Firma, die sich jedoch immer rechtzeitig wieder aus der Affäre ziehen konnte.

Erst in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts kam es durch mehrere Fusionen und Übernahmen zu größeren Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen. North British íst mittlerweile eine 100prozentige Tochter von Lothian Distillers, welche wiederum jeweils zur Hälfte Diageo bzw. der Edrington Group (Cutty Sark, Famous Grouse, Macallan, Highland Park und Brugal [!]). Heute erreicht der jährliche Ausstoß an Alkohol zwischen 65 und 70 Millionen Liter. Die Destillation wird ausschließlich mit Coffey Stills durchgeführt. Auf Nachhaltigkeit und bessere ökologische Verträglichkeit des Herstellungsprozesses wird heutzutage mehr Wert gelegt als früher; die Getreidereste aus den Maischbottichen werden zu Tierfutterpellets verarbeitet und somit einer sinnvollen Verwendung in der Landwirtschaft zugeführt. Laut öffentlich zugänglichen Firmenangaben findet sich Grain Whisky von North British zum Beispiel in Blends wie Johnnie Walker Black Label, Cutty Sark, J&B Rare und The Famous Grouse.

Die Firma vertreibt - anders als Girvan oder Cameronbridge (Verkostung folgt) - keine eigenen Marken, es sind jedoch einige Abfüllungen für Signatory, Cadenhead und Duncan Taylor in den Handel gelangt: Flaschen aus den neunziger Jahren sind im Internet ab ungefähr 50,- EUR zu haben.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 31. März 2012.


Samstag, 17. März 2012

Green Spot NAS (40% Vol.)

Heute ist St Patrick's Day - und so werfe ich mal ein fröhliches Erin go Bragh! in die Runde. Zur Feier dieses besonderen Tages habe ich heute auch etwas ganz Besonderes mitgebracht: einen Iren natürlich, und zwar den gar nicht zu einfach bekommenden Green Spot. Ein Blended Whiskey zwar, aber laut Whisk(e)ypapst Jim Murray ein Spitzenprodukt mit langer Tradition.

Green Spot ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: zunächst einmal ist er der letzte irische Whiskey, der exklusiv für einen Einzelhändler hergestellt wird, nämlich für Messrs Mitchell & Son in Dublin ... und das schon seit mindestens 1920. Zweitens ist dieser Whiskey notorisch schwierig zu bekommen, da pro Jahr nur wenige tausend Flaschen abgefüllt werden. Es spricht für meinen Hoflieferanten Getränke Schröder, dass er zumindest ein paar Exemplare am Lager hatte (die könnten mir eigentlich für die Publicity mal ein Fläschchen rüberschieben). Drittens handelt es sich um ein sehr traditionelles Produkt: aus gemälzter und ungemälzter Gerste hergestellt und einzig in Pot Stills destilliert, weshalb er auch die Bezeichnung Pure Pot Still Whiskey tragen darf. Brennerei ist heute Midleton in der Grafschaft Cork.

Der Blend ist durchschnittlich etwa 8 Jahre alt (auf der Flasche findet sich allerdings keine Altersangabe), jedoch entnehme ich verschiedenen Quellen, früher sei er "älter" auf den Markt gekommen. Laut Homepage der Fa. Mitchell gibt es allerdings noch eine 10- und 12-jährige Version (letztere in Fassstärke), für schlappe 250,- beziehungsweise 850,- EUR. Die von mir verkostete Standardabfüllung kostet in Deutschland um die 30,- EUR.


Aussehen und Aroma: Eher hell, wie nicht mehr ganz frisches Heu. In der Nase ein recht intensiver Geruch nach gemähtem Gras, Äpfeln, eventuell etwas Gewürznelke: insgesamt sehr frisch.

Geschmack: Er bestätigt die Nase eindrucksvoll - ein eher leichter Whiskey, der im Mund öliger wirkt als gedacht, auf der Zunge aber durch eine gewisse Süße zu Beginn (gepaart mit einem winzigen Hauch von Sternanis) gut gefällt. Der Mittelteil ist deutlich minzig, sogar etwas Eukalyptus kommt zum Ende hin durch.

Der Abgang ist für einen frischen Blend durchaus lang und relativ mild.

Fazit: Green Spot hat mein Trinkerherz im Sturm erobert. Ich kenne zwar ein bis drei Blends, die mir noch besser schmecken, er ist jedoch wirklich für den Preis ein schöner Genuss. Kein komplizierter Whiskey - aber auch überhaupt nicht langweilig. Gut geeignet für laue Frühlingsabende am Torffeuer in Connaught ... bis die Leprechauns zu Bett gehen.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 24. März 2012.
Picture Credits: "Green Spot": KRT

Samstag, 10. März 2012

Quartettsäufer

Nachdem die Stadt Osnabrück es geschafft hat, gemeinsam mit der hiesigen Kaufmannschaft und unter tatkräftiger Teilnahme der Karnevalisten (die es eigentlich besser wissen sollten), den Ossensamstag zu einem weichgespülten, familientauglichen, öffnungszeitenfreundlichen, quasi alkoholfreien Event verkommen zu lassen ... hatten auch Plattfuss, Nobody und ich uns den Samstag frei genommen (wie so viele andere Jecken auch: es kamen nur etwa 20.000 anstatt wie früher 100.000) und konnten so, ganz kostüm- und pappnasenfrei ein Projekt starten, welches wir schon lange geplant hatten: Quartettsaufen. Grundlage unseres Sehnen und Begehrens war das OS-Community-Quartett (auch schon ewig nicht mehr updated worden, die Seite), welches wir natürlich in ausreichender Menge eingekauft hatten und aus welchem wir uns eine kleine Reiseroute zusammengestellt hatten. 

Prelude: Nobody hat Hunger. Was willste denn? Lahmacun; diese riesigen, von denen Ihr neulich erzählt habt. Also Aroma Lounge. Mensch, ist das ne kleine Portion. Ich hab noch Hunger, das is ja eher was fürn hohlen Zahn. Jaja, Nobody. Wenn wir mal Hungersnot haben, stirbst Du als Erster. 

Erste Station: Unikeller. Es gibt ein Mariechen umsonst. Mariechen? Ein ganz kleiner Bloody Mary eben. Die Thekenkraft ist nicht amused: Das dauert aber eine Weile. Kein Problem, gib schon mal drei Bier. Ansonsten eine übersichtliche Gästeschar. Am Kicker ist noch Platz. Weiter zur Cuabar. Auf der Spielkarte steht: Kurze, 2 für 1. Es laufen Fußball und der Kellner. Xuxu ist alle. Dann halt Roten. Whisky nehme ich auch noch, sie haben Chivas. Naja, wenigstens ein bisschen Strathisla ... 



Polly Esther's: Ganz nette Whiskyauswahl. Die Thekenkräfte wissen zwar wenig darüber, sind aber willig (... die eine oder andere Flasche vom Regal zu holen). Hör auf zu flirten, bestell ma lieber. Gratis gibt es hier einen Sambuca oder Jägermeister. Sehr voll hier, aber keine Kostüme. Huuiii, jetzt kommt Plan B. Also nicht der Plan B sondern das Plan B in der Hasestraße. Hmm komisch, sieht aus wie in den Neunzigern, als es noch Pupasch hieß. Auch die Gäste haben sich seit den  Neunzigern nicht verändert: Rudel von ReNo-Gehilfinnen, Emsländer und Verzweifelte. Und die Schnittmenge davon. Es gibt Jägermeister. Na, wenigstens ist der Magen aufgeräumt. Beim Verlassen spüre ich eine gewisse Traurigkeit. Oder ist das immer noch der Jägermeister?

Marktschänke. "Endlich" Karneval, Kostüme, Küsschen. Es gibt ... keine Ahnung. Das Couponheft entfällt meinen tauben Fingern und wird sofort in Grund und Boden gestampft. Die traurigen Reste enthalten den Coupon der Marktschänke leider nicht mehr. Spätere Nachfragen bei P. und N. ergeben in diesem Punkt Gedächtnislücken. Die Olle Use ist nur zur Hälfte voll, die Gäste auch. Trauriger Ossensamstag. Es gibt Korn, Baby. Joe Enochs spendiert einen Kurzen. Eine Blondine spendiert Annäherungsversuche. Keine Zeit Baby, keine Zeit. Kann nicht reden, muss trinken. Nobody hat auch schon wieder Hunger. 

Herbe Enttäuschung in der Lagerhalle: Nee, die Coupons gelten heute nich, wegen Ossensamstag. Ach nee, wo steht n das? Hä? Hä?? He, komm zurück, wenn ich mit Dir rede. Na sowas, die haben mich hier zum letzten Mal gesehen bis zum nächsten Mal. Bei Ali Baba bekommt Nobody seinen Döner. Gibts auch auf Rezept Gutschein. 1,50 - dafür kannste nich selber kochen. Jaja, is ja gut. Iss ma lieber auf. Die Essacher Luft im Grünen Jäger lassen wir aus, sonst aber nichts. Den Rest regelt der Nachtbus.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 17. März 2012 (St Patrick's Day).

Samstag, 3. März 2012

anCnoc 12 J. (40% Vol.)

Auf Dauer wird es mir ehrlich gesagt auch ab und zu zu blöde, mir jeden Whisky, der mich interessiert, in großer Gebindegröße ins Haus zu holen. Erstens kostet es doch relativ viel Geld, um das es einen dann Leid tut, wenn das Tröpfchen nicht konveniert - und andererseits ist da auch noch das Platzproblem. Auch wenn es ja so dankenswerte Einrichtungen gibt wie Flaschenteilungen oder Austausch von Proben: meine Lösung heißt, wo immer möglich - Miniaturen kaufen. Leider gibt es gerade hier in Deutschland im Einzelhandel wenige Miniaturen zu kaufen, auf denen nicht "Johnnie ...", "Jim ..." oder "Jack ..." stehen. Letzthin war ich aber zufällig mal bei Wein Fohs in der Krahnstraße und da gab es dann tatsächlich eine ganz nette, wenn auch vergleichsweise teure Auswahl. Und weil der anCnoc schon länger auf meiner Liste stand, wollte ich ihn nun auch mal mitnehmen, erlegte knapp 8,- EUR und steuerte heimwärts.

AnCnoc (oder auch An Cnoc) kommt aus der traditionsreichen Knockdhu-Destillerie aus Knock in Aberdeenshire (Speyside, nach anderen Quellen Highlands). Die Anlage selbst entstand auf Initiative von John Morrison ab 1892. Nachdem das verfügbare Quellwasser für gut befunden war, begann zwei Jahre später die Produktion. Knockdhu/anCnoc wurde seit jeher viel für die Herstellung von Blends verwendet, die Single Malts haben aber auch einen Markt gefunden. Der Name hat sich über die Jahre mehrmals geändert; jeweils von Knockdhu zu An Cnoc und zurück, wobei der Name der Brennerei stets Knockdhu geblieben ist. Wie man hört, fiel dann irgendwann die Entscheidung auf den Markennamen anCnoc, um Verwechslungen mit der Brennerei Knockando zu vermeiden.


Aroma und Aussehen: Laut Firmenhomepage ist der Whisky als "bernsteinfarben" anzusprechen. Ich persönlich finde ihn eher heller als das. Er ist von der Konsistenz ziemlich ölig und gleitet langsam die Wände des Nosingglases hinab. In der Nase ein Hauch von Rauch, etwas Nuss, Frucht (eventuell etwas Zitrus). Auch hier eine ölige Note.

Geschmack: Eher mild, bis auf ein kurzes Prickeln auf der Zungenspitze zu Beginn. Ansonsten weniger süß als gedacht, Holz, Leder, Salz.

Abgang: Mittellang, mild. Wenig aufregend. 

Der Zusatz von Wasser empfiehlt sich generell nicht, der Körper verliert da noch mehr an Charakter, außer eventuell einem Hauch von Zitrusfrucht, der dazukommt. Zusammenfassend bin ich froh, nur eine Miniatur geholt zu haben, definitv kein schlechter Whisky aber doch zu banal, um mich wirklich zu interessieren. Der Einzelhandelspreis (um die 25,- EUR) ist meines Erachtens gerade noch so in Ordnung.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 10. März 2012.
Picture Credits: "An Cnoc": KRT