Samstag, 19. Dezember 2015

Privat-Brauerei Schmucker, Teil II

Ich wollte mich eigentlich noch ein bisschen auf der Homepage von Schmucker heruntreiben, um für den zweiten Teil des Berichts ein paar Anekdoten oder ähnliches aufzuschnappen, aber die Seite ist dermaßen dämlich programmiert, dass mein "Altersnachweis" (Bist du älter als 16 Jahre?) nicht akzeptiert wird. Dann halt nicht; sowas macht mich immer etwas muffelig. Machen wir also ganz einfach weiter mit den anderen drei Bieren, die wir bekommen hatten.



Schmucker Privat Export (5,2% Vol.)

Art und Herkunft: Export, Deutschland

Besonderheiten: -

Aussehen und Aroma: Dunkelgelb, wie Apfelschorle. Eine kleine, schwächliche Krone.
Ganz ungewöhnlich: es riecht wirklich nach nichts. Nach einer Weile bildet sich der Verstand einen Hauch von Malz ein, aber es ist sicherlich nur eine Täuschung.

Geschmack: Sehr viel Getreide bzw. Gerste. Metallisch.

Abgang: Kurz. Ein etwas pelziges Gefühl verbleibt auf der Zunge.

Fazit/Tipp: Ein Bier ohne besonders gewinnende Eigenschaften. Schmeckt wie ein fades Dosenbier.


Schmucker Keller Bier (5,0% Vol.)

Art und Herkunft: Zwickelbier, Deutschland

Besonderheiten: -

Aussehen und Aroma: Eine größere, aber dennoch sehr instabile Krone. Nicht so "prächtig" wie im Werbetext angekündigt. Die Farbe ist zitronengelb, der Gesamteindruck weißbierartig. In der Nase recht frisch. Zitrone.

Geschmack: Kräftige Bitterkeit und spritzige Säure (wieder Zitrone) gehen eine doch ganz harmonische Verbindung ein. Erfrischend.

Abgang: Kurz und zum Schluss eher säuerlich.

Fazit/Tipp: Ein starker Kontrast zum vorherigen Bier. Endlich mal wieder etwas Kräftiges. Gut trinkbar. Punktabzüge für die Deppenleerstelle auf dem Etikett (Schmucker ist hier Wiederholungstäter).


Schmucker Odenwälder Landbier (5,0% Vol)

Art und Herkunft: "Landbier" (Helles), Deutschland

Besonderheiten: -

Aussehen und Aroma: Bernsteinfarben, trüb. Kleine und feste Krone. Geruch eher wie ein Braunbier: sehr malzig.

Geschmack: Auch auf der Zunge wieder viel Malz und Röstaromen. Süßlich und etwas schweflig. 

Abgang: Ein fruchtiger Abgang, der eher ins vollreife und ganz leicht faulige tendiert.

Fazit/Tipp: Ein doch recht kräftiges Bier. Für mich stellenweise zu malzig.

Gesamtfazit: Bis jetzt hat mich keines der sechs verkosteten Schmucker-Biere so richtig aus den Socken gehauen. Schlusslicht ist für mich das Export. Am liebsten habe ich das Kellerbier heute und das Märzen letzte Woche getrunken.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 26. Dezember 2015

Bis dahin allen unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

- Euer Tomas Aquinas




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