Donnerstag, 31. März 2016

Zwischendurch: Termine April 2016

Lokal und Regional

Frühjahrssend (Münster: 9. bis 17. April)


National

1516 - Fest zum reinen Bier (Ingolstadt: 22. bis 24. April)


15. Whisky Fair (Limburg: 23. und 24. April)


International

Le Printemps du Rhum (Paris, Frankreich: 2. bis 4. April)


Meibock Festival (Amsterdam, Niederlande: 17. April)

8th Annual Miami Rum Festival (Miami, FL, USA: 15. bis 17. April)

Spirit of Speyside (Region Speyside, Schottland: 28. April bis 2. Mai)


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Haftungsausschluss: Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Änderungen von Veranstaltungsorten und/oder -terminen liegen in der Verantwortung des jeweiligen Veranstalters. Informieren Sie sich daher zusätzlich bitte auf den offiziellen Veranstaltungsseiten.


Samstag, 26. März 2016

Sind so kleine Biere, Teil XXXIV: Welde Craft Beer Edition

Eigentlich hat sich die heutige Verkostung praktisch automatisch aus unserem Besuch beim Whisky Spring in Schwetzingen ergeben. Während unserer kleinen Kneipentour hatten wir kein Bier des Lokalmatadoren Welde angerührt, aber als wir am nächsten Tag im örtlichen Kaufland Station machten und dessen Craftbiere stehen sahen, konnten wir nicht mehr widerstehen.

Die Brauerei wurde Ende des 18. Jahrhunderts gegründet und kam 1888 in den Besitz der namensgebenden Familie Welde, wo sie sich auch immer noch befindet (da das Geschäft auch über "Angeheiratete" weitergegeben wurde, heißt die Familie heute aber nicht mehr Welde, sondern Spielmann). Die heutigen modernen Produktionsanlagen befinden sich in Plankstadt, einem Vorort von Schwetzingen. Das "Stammhaus" der Firma hingegen fungiert als Restaurant. Die sich selbst als Braumanufaktur bezeichnende Weldebräu stellt eine Vielzahl verschiedener Biere her, angefangen bei Standards wie Pils, Export und Hefe bis hin zu den obligatorischen alkoholfreien Sorten und den Biermischgetränken. In der hier besprochenen Craft Beer Edition finden sich zur Zeit drei verschiedene Produkte, die sich auch optisch vom übrigen Sortiment abheben. Allerdings findet man auf der Webseite der Brauerei noch einige andere Sorten, die als Craftbiere angesprochen werden, darunter der so genannte Naturstoff sowie diverse "Jahrgangsbiere".

Hop Stuff Ella + Equinox (5,6% Vol.)

Art und Herkunft: Kellerbier/Zwickelbier, Deutschland

Besonderheiten: Kalthopfung mit Ella und Equinox.

Aussehen und Aroma: Heller Bernstein, natürlich trüb. Flüchtige Krone. Sehr fruchtige Nase: Banane und Papaya, generell Südfrüchte.

Geschmack: Nur leicht bitter, wieder sehr fruchtig. Papaya und Kaktus. Aloe Vera und etwas Ingwer.

Abgang: Trocken, pelzig.

Fazit: Hinterlässt einen ganz guten Eindruck. Für mich könnte es ruhig noch hopfiger sein.


Badisch Gose (4,6% Vol.)

Art und Herkunft: Gose, Deutschland

Besonderheiten: Zusatz von Salz und Koriander.

Aussehen und Aroma: Weißlichgelb und trüb. Keine Schaumkrone. Banane und Honigmelone. Zitrone. Der Koriander kommt sehr deutlich heraus.

Geschmack: Cremiges Mundgefühl. Tatsächlich nur von ferne an Geuze erinnernd. Zitronengras. Tequila mit Salz. Orangenblüte. Kräftiger Koriander, immer noch.

Abgang: Kurz. Ohne Nachwirkungen.

Fazit: Plattfuss mochte es überhaupt nicht; ich fand es eigentlich ganz interessant. Wahrscheinlich nur eine sehr vorsichtige Annäherung an diesen uralten Biertyp.


Bourbon Barrel Bock (6,6% Vol.)

Art und Herkunft: Bockbier, Deutschland

Besonderheiten: Dreimonatige Lagerung in Bourbon-, Rum- und Tequilafässern.

Aussehen und Aroma: Dunkler Bernstein, trüb. Kleine Krone. Mildmalzige Röstaromen. Etwas Honig?

Geschmack: Karamell und gleichzeitig deutliche Bitterkeit. Florentinerplätzchen, dabei leicht schweflig. Die genannten Fässer kommen nicht wirklich durch.

Abgang: Mittel, etwas säuerlich-muffig.

Fazit: Das Bier kann sich irgendwie nicht entscheiden, ob es herb oder malzig sein will und einigt sich dann auf furzig. Meh.

Gesamtfazit: So recht kann ich mich nicht auf einen klaren Sieger festlegen. Das Bockbier fällt bei mir durch, so viel ist klar. Ansonsten war ich mit dem Hop Stuff gut zufrieden. Die Gose bekommt ein paar Extrapunkte wegen Originalität.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 2. April 2016.

- Euer Tomas Aquinas



Samstag, 19. März 2016

Projekt Braugarten, Teil II: Erster Versuch und erstes Lehrgeld

Teaser (Übernahme von braugarten.com):

"Gestern am Sonnabend war es endlich soweit: Das Team vom Braugarten war vollzählig im Braugarten erschienen, um das erste Projekt auf den Weg zu bringen: ein relativ einfach herzustellendes Münchner Helles. An und für sich ließ sich das Ganze gut an: wir wollten für den Anfang nur etwa sechs Liter produzieren, unter anderem auch, weil der Glühweinkocher, den wir noch rumstehen hatten, nicht mehr Flüssigkeit fasst. 
In Ermangelung eines Maischesacks hatten wir improvisiert und einen Baumwollbeutel als Ersatz vorgesehen. Dieser war natürlich vorher ausgiebigst gereinigt worden und wurde nun über den Rand des Kochers gestülpt. Auf dem Bild sieht man aber eventuell schon, wo wir bereits in diesem frühen Stadium einen entscheidenden Fehler gemacht haben. Wir müssen hinzufügen, dass unser Team durchaus nicht nur aus praxisfremden Dichtern und Denkern besteht: an technischem Sachverstand fehlt es keineswegs. Nur äußerte sich dieser gestern leider irgendwie nicht (...)"

Die gesamte Story (geschrieben von Jan und mir) gibt es hier.


Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 26. März 2016.

- Euer Tomas Aquinas


Samstag, 12. März 2016

Sind so kleine Biere, Teil XXXIII: Deichinger (Getränke Ahlers, Achim)

Zwei Dinge gingen mir durch den Kopf, als ich gerade eben noch einmal meine vorbereitenden Notizen für diesen Beitrag zurechtgelegt habe. Erstens: irgendwie habe ich das Gefühl (und mit "Gefühl" meine ich, dass ich es nicht empirisch überprüft habe), dass es hier im Nordwesten Deutschlands weniger (neue) Brauereien gibt als anderswo. An und für sich ist man es ja als Nordlicht gewohnt, dass nicht jedes Dorf seine eigene Bierquelle hat, so wie in Bayern oder sonstwo. Aber auch die Craftbierbewegung scheint sich bei uns in der Fläche noch nicht so ausgedehnt zu haben wie anderenorts. Abgesehen natürlich von "Leuchttürmen" wie den verschiedenen Projekten in und Hamburg herum zum Beispiel. Zweitens: nicht jedes Bier, das man vorher nicht kannte, ist ein Craftbier. Klingt irgenwie logisch? Ist auch so.

Um es also gleich vorweg zu sagen - und man sieht es auch an der Überschrift: Die heute besprochenen Biere werden von (mehr oder weniger) anonym gebliebenen Brauern im Auftrag der Firma Ahlers hergestellt. Auf Englisch nennt man das auch contract brewing, also Brauen nach Vertrag. Eine Zeitlang war ich der festen Überzeugung, das - recht regional klingende - Deichinger werde bei der Ostfriesen Bräu (OB) in Bagband hergestellt. Auch andere Quellen scheinen davon auszugehen. Mittlerweile bin ich nicht mehr so sicher, denn erstens hat die OB zur Zeit nur ein einziges Bier (ein Landbier, welches natürlich das "Dunkel" sein könnte) im Angebot und zweitens scheint sie in ihren Bierausstoß doch etwas eingeschränkt, so dass ich etwas daran zweifle, ob man neben dem eigenen Bier überhaupt noch Fremdaufträge in größerem Maßstab übernehmen kann. In anderen Berichten wird als Hersteller die Friesenbräu Privat Brauerei in Großefehn genannt: dies ist eventuell nur eine Briefkastenanschrift der Ostfriesenbräu, muss aber nicht. Weiter kann man über die Friesenbräu ohnehin  nichts erfahren. Aber einerlei: weder bei Ahlers noch bei der OB findet sich ein Hinweis darauf, wo das Deichinger hergestellt wird. In Frage kämen ja auch andere, größere Brauereien, etwa im nahe gelegenen Jever. Ansonsten gibt es hier eine Liste aller regionalen Brauereien, falls jemand gerne noch weiter Nachforschungen anstellen mag.




Deichinger Pilsener (4,8% Vol.)

Art und Herkunft: Pils, Deutschland

Besonderheiten: keine

Aussehen und Aroma: Hellgold, wie es bei einem Pils eben so üblich ist. Mittelgroße aber instabile Krone. Sehr dezentes Aroma, frisch. Nur leicht hopfig.

Geschmack: Recht angenehmes Mundgefühl. Feinperlig und feinherb. Leicht metallischer Verlauf. Sonst kaum bleibende Eindrücke.

Abgang: Kurz. Nach etwa einer Minute ist nur ein etwas bitterer Nachhall übrig.

Fazit/Tipp: Ein typisch deutsches 08/15-Pils und daher ohne jegliche hervorstechende Eigenschaften.


Deichinger Dunkel (4,8% Vol.)

Art und Herkunft: Landbier, Deutschland

Besonderheiten: keine

Aussehen und Aroma: Rötlich-braun. Kleine Krone. Für ein dunkles Bier nur relativ wenige Röstaromen. Ziemlich süß, Waldhonig.

Geschmack: Prickelnder als das Pilsener. Süßlich-malzig mit nur sehr leichter Bitterkeit. Etwas Kaffee.

Abgang: Kurz und schnell vergessen.

Fazit/Tipp: Für ein dunkles Bier überraschend leicht.

Gesamtfazit: Das Dunkel ist definitiv interessanter als das Pils, jedoch ist keines der beiden Biere so spannend, dass man allzu weite Wege bis zur Küste in Kauf nehmen würde, um eine Kiste zu holen.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 19. März 2016.




Samstag, 5. März 2016

Sind so kleine Biere, Teil XXXII: Braufactum Progusta (6,8% Vol.)

Letzten Sommer hat bei uns in der Nähe ein großer Combi-Markt aufgemacht. Klar, am Anfang bin ich öfter mal dagewesen, vor allem als es noch alle möglichen freebies (Sattelschoner fürs Fahrrad, Chips für den Einkaufswagen, Parkscheiben) abzustauben gab. Gehört aber mittlerweile nicht (mehr) zu meinen bevorzugten Anlaufstellen, wenn es um Einkäufe geht. Nicht, weil mit dem Laden etwas nicht in Ordnung wäre. Ich bin halt einfach nur eher ein Discounter-Typ. Aber eigentlich wollte ich ohnehin auf etwas anderes hinaus und dies auch lobend hervorheben: es gibt tatsächlich einen Grund, der mich doch immer wieder, wenn auch nicht oft, zum Combi lockt: die Abteilung mit den Craftbieren. Unter anderem gibt es da nämlich Geuze, sogar Boon. Und das ist in deutschen Supermärkten, selbst nach der Hipsterisierung der Innenstädte, gar nicht mal so selbstverständlich.

In der besagten Craftbiersektion findet sich neben anderen Leckereien auch ein Kühlschrank mit Produkten von Braufactum (oder auch BraufactuM). Deren Pressemappe war mir schon vor einiger Zeit - ich glaube auf dem 1. Osnabrücker Bierfest - in die Hände gefallen. Die Braufactum, deren englischsprachige Webpräsenz ich übrigens gelungener finde, gehört zur Radeberger-Gruppe und wurde 2010 in Frankfurt/Main gegründet. Die beiden Köpfe dahinter sind Thorsten Schreiber und Marc Rauschmann, zwei Männer, die vor vielen Jahren als bescheidene Hobbybrauer begonnen hatten. Das Konzept der beiden beruht auf zwei Säulen: erstens die internationale Kooperation mit anderen Brauereien (z.B. eben Boon, aber auch Brooklyn Brewery oder Firestone Walker), die ihre Biere über die Braufactum in Deutschland vertreiben können, wobei die Produkte noch einmal besonders gekennzeichnet werden, inklusive Einwegpfandmarke übrigens. Das andere, wahrscheinlich noch etwas prestigeträchtigere Standbein sind die Eigenkreationen, die, so wird es leicht verschämt im Kleingedruckten berichtet, nicht in der eigenen Brauerei hergestellt werden, sondern Auftragsarbeiten sind:
Zusätzlich wurden renommierte deutsche Biermacher damit beauftragt, traditionelle, fast vergessene Bierrezepturen - heimische und internationale - zu recherchieren, zu verbessern und zu brauen.
Wo genau, das verraten die Herren Rauschmann und Schreiber leider nicht. Auf jeden Fall gibt es zur Zeit insgesamt acht Biere im Standardsortiment, angefangen beim Scotch Ale mit Namen Clan bis hin zum Roog, einem Rauchweizen. Für die heutige Verkostung haben wir uns das Progusta geholt, ein "klassisches" India Pale Ale im praktischen 750 ml-Gebinde.


Art und Herkunft: IPA, Deutschland

Besonderheiten: Die verwendeten Hopfensorten sind Citra und Hallertauer Mittelfrüh.

Aussehen und Aroma: Bernstein. Trübe. Stabile Krone. Sehr hopfig mit deutlichen Fruchtnoten: Mango, Banane, Aprikose, Mirabelle.

Geschmack: Ebenfalls sehr fruchtig: hauptsächlich Mango und Aprikose. Herbes Nebenthema.

Abgang: Kurzer, aber sehr trockener Abgang. Kaktussaft.

Fazit/Tipp: Plattfuss fand es "überhopft". Ich persönlich fand es eigentlich recht angenehm, es hätte meinetwegen nur etwas kräftiger prickeln können. Wir waren uns aber beide einig, dass es ganz gut trinkbar ist. Zügig austrinken; es steht schnell ab.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 12. März 2016.

- Euer Tomas Aquinas

Dienstag, 1. März 2016

Zwischendurch: Termine März 2016

Lokal und Regional

Nix los!


National

Whisky 'n' More (Bochum: 4. und 5. März)

4. Craft Beer Day (Norderstedt: 19. März)

7. Whisky-Festival Radebeul (Dresden: 19. und 20.März)

International

24th Annual Bockfest (Cincinnati, OH, USA: 4. bis 6. März)

4e Noordelijk Lentebieren Festival (Leuwaarden, Niederlande: 12. März)

Leeds Beer, Cider and Perry Festival (Leeds, England: 17. bis 19. März)


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