Samstag, 30. Juli 2016

Zwischendurch: Termine August 2016

Lokal und Regional

Osnabrücker Weintage (Osnabrück: 4. bis 7. August)


National

20. Internationales Berliner Bierfestival (Berlin: 5. bis 7. August)


International

Beer, Bourbon & BBQ Festival (Cary, NC, USA: 5. und 6. August)


Belgium Comes to Cooperstown (Cooperstown, NY, USA: 5. und 6. August)

14th Belgrade Beer Fest (Belgrad, Serbien: 17. bis 21. August)


Septemberfest (Marina di Carrara, Italien: 26. August bis 10. September)



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Haftungsausschluss: Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Änderungen von Veranstaltungsorten und/oder -terminen liegen in der Verantwortung des jeweiligen Veranstalters. Informieren Sie sich daher zusätzlich bitte auf den offiziellen Veranstaltungsseiten.



3. Osnabrücker Bierfest

Auch bei der dritten Auflage des Osnabrücker Bierfestes haben Tomas und ich mit Anwesenheit geglänzt.
Meine Erwartungen hatte ich, aus Erfahrungen mit den ersten beiden Auflagen, bereits im Vorfeld runtergeschraubt, um anschließend nicht allzu sehr enttäuscht zu sein.

Vom 21. - 23. Juli öffneten die Veranstaltung ihre Tore, besser ihre Buden, um Bierliebhaber willkommen zu heißen. Der Rathausvorplatz bot hierfür wieder einmal die richtige Kulisse.

Dienstag, 26. Juli 2016

Zwischendurch: Bin im Urlaub

Am 13. August melde ich mich wieder zurück. Vielleicht schreibt Plattfuss in der Zwischenzeit ja was. Ansonsten: schaut mal im Archiv vorbei.

Schöne Ferien,

- Euer Tomas Aquinas


Samstag, 23. Juli 2016

Rumlungern und rumtrinken, Teil IV: Ron Botucal Reserva Exclusiva NAS (12 J.) (40% Vol.)

Als ich den bärtigen alten Mann auf der Miniaturflasche sah, hatte ich ein Déjà-vu: woher kannte ich ihn? Schnell mal den eigenen Blog durchsucht, mit dem Lemma Botucal natürlich. Kein Treffer. Komisch. Dann nochmal scharf überlegt: selbe Destillerie, anderer Markenname? Also nochmal alle Artikel mit dem Tab "Rum" durchsucht. Und siehe da, tatsächlich: seinen jüngeren Bruder habe ich vor langer Zeit schon einmal probiert. Warum beide Brüder unterschiedliche Namen tragen? Lustige Geschichte: tun sie eigentlich gar nicht. Botucal heißt der Rum nur in Deutschland, und zwar seit 2012. Warum? Vorher hieß er eben Diplomatico, aber Aldi (sic!) hatte die Markenrechte an einem Weinbrand namens Diplomat geltend gemacht. So musste der Hersteller Destilerias Unidas aus Venezuela ihren Rums in Deutschland einen anderen Namen geben. In diesem Falle Botucal, einen Ortsnamen im örtlichen Dialekt (heißt so viel wie "grüner Hügel"). Damals, also bei der Verkostung des Achtjährigen, hatte ich dann wohl eine Flasche aus der Zeit vor dem Gerichtsurteil erwischt.

Alle Rums der Marke Diplomatico/Botucal werden aus Zuckerrohrmelasse hergestellt. Zum Einsatz kommen sowohl Coffey Stills als auch Pot Stills. Der Reserva Exclusiva besteht aus Rums beider Brennverfahren und trägt keine Altersangabe; die in ihm verwendeten Destillate sind jedoch "bis zu 12 Jahre alt". Das Sortiment umfasst zur Zeit außer ihm und dem vor vier Jahren besprochenen Reserva noch den Blanco Reserva (sechs Jahre, Eichenfass mit anschließender Filtration), den Single Vintage (Jahrgangsangabe) sowie den Ambassador (12 Jahre, Finishing im Sherryfass). Die heute verkostete Flasche würde "in groß" zur Zeit um die 32,- EUR kosten.

Samstag, 16. Juli 2016

Sind so kleine Biere, Teil XXXIX: Pietra Ambrée (6% Vol.)

Unter allen Abenteuern von Asterix und Obelix war mir der Band 20, Asterix auf Korsika, immer einer der liebsten. Die liebevoll gezeichnete Landschaft - ein Großteil der Story spielt in den abgelegenen Dörfern der Bergwelt - und die stereotype Darstellung der stolzen, auf ihre Unabhängigkeit (und auf ihre Siesta) bedachten, allzeit schnell beleidigten Korsen gehört wohl zum Besten, was Uderzo und Goscinny zu Papier gebracht haben.

Auch die Esskastanie spielt in der Geschichte als Nahrungsmittel, aber auch als Allzweckwerkzeug und Zeitmesser ("wir halten ihn fest - aber nur so lange, wie eine Kastanie braucht, um von einem Schemel herunterzurollen") eine gewichtige Rolle. Tatsächlich hat und hatte diese Nussfrucht gr0ße Bedeutung für die Ernährung der korsischen Bevölkerung: aus ihr konnte und kann ein Mehl gewonnen werden, aus welchem sich zum Beispiel Brot herstellen lässt. Und - wie jeder Bierfan weiß - wenn man Brot macht, dann kann man auch Bier machen. Das dachten sich auch Amélie und Dominique Siaelli, als sie im Jahre 1992 (nach einem Konzertbesuch) bedauerten, dass sie den schönen Abend nicht mit einem einheimischen Bier beschließen konnten. Etwa vier Jahre später eröffneten sie die Brasserie Pietra, um dann selber ein solches Produkt auf den Markt zu bringen, wobei sie beschlossen, dass ein wichtiger Inhaltsstoff eben die typisch korsische Kastanie sein müsse. Das Pietra Ambrée wird aus einer Mischung von herkömmlichen Gerstenmalzen und Kastanienmehl gebraut. Letzteres eignet sich, wie man hört, sogar besonders gut für die alkoholische Gärung.

Neben dem Kastanienbier werden noch einige andere Sorten hergestellt, unter anderem Fruchtbiere (Kirsche und Himbeere), die wohl Ähnlichkeiten mit einschlägigen belgischen Bieren haben dürften. Eigentlich ist die Brauerei nach strengen Maßstäben keine Mikrobrauerei mehr (Jahresausstoß über 25.000 Hektoliter); allerdings sind wir im Blog damit ja nicht so streng. Das heute vorgestellte "Ur-Bier" der Firma gibt es meines Wissens in allen gängigen Gebindegrößen - in Deutschland habe ich es aber bis jetzt nur in der 75cl-Flasche (mit Korken) gesehen.

Samstag, 9. Juli 2016

Sind so kleine Biere, Teil XXXVIII: Maltos powered by Perlenbacher (Lidl)

Diese kleine Serie von Craftbieren hat Lidl schon im letzten Jahr herausgebracht; damals haben die Kollegen vom Alkoblog das Barrique Style (ein Doppelbock) getestet, der Bericht findet sich hier. Seitdem hat sich nicht viel getan beim Maltos. Die Namen der drei Biere - die sich nicht im Dauersortiment des Discounters wiederfinden - sowie die Verpackung und auch der Preis (2,49 für drei Flaschen) haben sich seit letztem Jahr nicht verändert. 

Angeboten werden das oben schon genannte Barrique Style, ferner noch das Barley Blanc und das Paradiso Zwickl. Den Namen Maltos finde ich persönlich eigentlich nicht ganz so aussagekräftig (in Bier ist Malz drin, na gut), aber okay: ich bin ja auch nicht der Marketingfuzzi von Lidl. Aber auch wenn das Ganze dann zusätzlich noch von der Eigenmarke Perlenbacher kommen soll - letztendlich reicht schon ein kurzer Abgleich mit dieser Webseite, um ziemlich schnell zu merken, dass in den Fläschchen wohl echtes Craftbier aus der Privatbrauerei Eichbaum werkelt. Hier gibt es dann im Original eben das Barrique Type, das Bouquet Blanc und das Exotic Zwickl. Wie heute üblich geben die Etiketten der Biere ausführlich Auskunft über so alles und noch was ... welches Malz und welcher Hopfen verwendet wurde, ob der Braumeister einen guten Tag hatte, usw.


Maltos Paradiso Zwickl (5,0% Vol.)

Art und Herkunft: Zwickelbier, Deutschland (Baden-Württemberg)

Besonderheiten: Aromahopfung mit Mosaic

Aussehen und Aroma: Weißlichgelb und natürlich naturtrüb. Kleine, flüchtige Krone. Säuerlich-fruchtige Noten in der Nase. Grapefruit und frische Molke.

Geschmack: Im Mund recht frisch aber feinperlig. Die Fruchtigkeit ist wieder sehr deutlich zu spüren: diesmal Grapefruit und Mango. Im späteren Verlauf dann dezidiert bitterer.

Abgang: Mittel, aber zum Schluss auch nur noch herb und ohne weitere Fruchtnoten.

Fazit/Tipp: Ein wirklich süffiges helles Bier für den Freund frischer Hopfennoten. Zu meckern habe ich nicht wirklich was. Für den Preis (0,83 EUR pro Flasche) daher absolut in Ordnung.


Maltos Barley Blanc (6,9% Vol.)

Art und Herkunft: Helles Bockbier, Deutschland (Baden-Württemberg)

Besonderheiten: Kalthopfung mit Hallertau Blanc

Aussehen und Aroma: Für das Auge ähnlich wie das Paradiso, aber fast komplett ohne Schaumkrone. Blumig-frisch. Etwas Traube? Leicht herb.

Geschmack: Deutlich kräftiger im Antritt, auch spritziger. Geschmacklich aber auch eindimensionaler. Angenehm herb, nur leicht säuerlich. Rhabarber.

Abgang: Kurz bis mittel. Ganz zum Schluss eine sehr dezente Gumminote.

Fazit/Tipp: Der Abgang ist nicht durchgängig bis zum Schluss angenehm. Sonst hat dieses Bier kaum etwas, das stört. Allerdings auch wenig, das mich vom Stuhl reißen könnte. Ein starkes Blondes als Pilsersatz halt.


Maltos Barrique Style (7,6% Vol.)

Art und Herkunft: Doppelbock, Deutschland (Baden-Württemberg)

Besonderheiten: mit drei verschiedenen Hopfensorten - Amarillo, Cascade, Simcoe

Aussehen und Aroma: Ein sehr dunkles Braun - und wiederum wenig schaumig. Röstaromen dominieren absolut die Nase. Lakritz?

Geschmack: Süßlich-malzig mit starkem Einschlag von Kaffee. Ein überraschend säuerlicher Unterton. Espresso mit einem Schuss Zitrone (soll ja gegen Kopfschmerzen helfen)?

Abgang: Relativ lang, aber auch ziemlich süßlich-flepp.

Fazit/Tipp: Starke, malzige Biere sind nun mal nicht mein Fall - das muss man immer dazu sagen. Vor diesem Hintergrund ist das Barrique Style für mich nicht ganz untrinkbar, aber richtig Spaß hat es mir auch nicht gemacht. Ansonsten kann man nicht behaupten, dass es störende Einflüsse aufweist. Die Dreifachhopfung ist meines Erachtens Verschwendung, weil die Malzaromen (fast) alles unterdrücken.

Gesamtfazit: Drei ganz anständige Craftbiere für den kleine(re)n Geldbeutel. Sie sind allesamt kein Reinfall, jedoch auch nicht die besonders große Offenbarung. Ich würde sie in einer Liga mit Produkten wie den neuen Beck's-Spezialbieren einordnen. Was ihnen fehlt, ist das gewisse Etwas, oder - anders ausgedrückt - der richtige Bumms. Alles in allem ist das Zwickelbier mein Favorit, weil es meinem sonstigen Geschmack am ehesten entspricht.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 16. Juli 2016.

- Euer Tomas Aquinas




Donnerstag, 7. Juli 2016

Zwischendurch: Termine Juli 2016

Lokal und Regional

WeinSommer 2016 (Osnabrück: 7. bis 10. Juli)


3. Osnabrücker Bierfest (Osnabrück: 21. bis 23. Juli) [die Redaktion nimmt teil]

National

Lange Nacht der Brauereien (München: 9. Juli)


Neubraugebiet (Metzingen: 16. und 17. Juli)

International

Gin Festival Norwich 2016 (Norwich, England: 8. bis 10.Juli)


21ste Zomerbierfestival (Mechelen, Belgien: 10. Juli)

Belgisch Bierfestival (Heeswijk-Dinther, Niederlande: 15. bis 17. Juli)


Orange County Brew Hee Haw (Costa Mesa, CA, USA: 15. bis 17. Juli)


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Samstag, 2. Juli 2016

Chantré Cuvée Rouge NAS (30% Vol.)

Das Lemma Quengelware kann ich für den heutigen Drink nicht gebrauchen, obwohl sein bekannter älterer Bruder vor einiger Zeit der erste Vertreter in dieser Rubrik war. Aber "leider" habe ich die Flasche in der ganz normalen Standardgröße und auch nicht einmal in der Nähe der Kasse aufgegriffen - so also muss er hier für sich alleine stehen.

Nach erneuter Würdigung der Firmenhomepage komme ich zu der Überzeugung, dass die Marke Chantré nun angetreten ist, neue, eventuell jüngere Käuferschichten anzusprechen, die es gerne leichter und süßer mögen. Gerade neu hinzugekommen ist ein Cuvée Caramel, der wirklich arg zuckrig klingt, und welchen ich eventuell erst dann verkosten werde, wenn es davon Kleingebinde gibt. Zum heute besprochenen Cuvée Rouge heißt es:
Noch weicher als unser Chantré Weinbrand, fruchtig voll wie ein guter Rotwein und erstaunlich leicht. Genießen Sie die einzige Spirituose, die zu 100 Prozent aus Rotwein gebrannt wird, mit dem Charakter eines Weinbrands, der einzigartigen Weichheit eines Chantrés – und nur 30 Prozent Alkohol
Ohne in Rollenstereotype verfallen zu wollen - hier werden wohl eher die Ladies angesprochen. Irgendwo hatte ich noch gelesen, es handele sich hier um die einzige derartige Spirituose (nicht "Weinbrand" wohlgemerkt; dafür fehlen dem Cuvée Rouge ganze sechs Umdrehungen), welche aus Rotwein hergestellt wird

Eine kurze Recherche hat gezeigt: könnte für die heutige Zeit zutreffen, allerdings fand ich in John Ramsay McCullochs A Dictionary, Geographical, Statistical, and Historical: Of the Various Countries, Places and Principal Natural Objects in the World (Erster Band, 1841, S. 620) einen Hinweis auf die Stadt Cognac, in der zur damaligen Zeit neben dem gleichnamigen Destillat auch ein "Brandy aus rotem Wein" hergestellt wurde, welchen der Autor jedoch als inferior abtut. 

Der Cuvée Rouge jedenfalls wurde kurz nach der Jahrtausendwende auf den Markt gebracht und ich habe im Sonderangebot dafür bei Kaufland knapp unter 7,- EUR bezahlt.


Art und Herkunft: Spirituose, Deutschland (eventuell andere Länder)

Besonderheiten: Rotweindestillat

Aussehen und Aroma: Helle rubinrote Farbe, sehr starkes Aroma von Rotwein, Kirschen und anderen roten Früchten.

Geschmack: Sehr weich und süß. Rote Gummibärchen, Rosenblüten. Keinerlei Holz oder anderes vom Eichenfass.

Abgang: Kurz bis mittel. Nur leichte Schärfe.

Fazit/Tipp: Ein "Fast-Weinbrand" für Leute, denen Weinbrand zu stark ist: kein Holz, keine Vanille, kaum Schärfe. Schmeckt wie ein wässriger Sangria, aber nicht so würzig. Ich finde ihn gar nicht mal schlecht - aber dass ich ihn schon die ganze Woche einfach so nebenher trinke spricht eher für seine Beliebigkeit als für meine echte Zuneigung.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 9. Juli 2016.

- Euer Tomas Aquinas