Sonntag, 16. Juli 2017

Projekt Braugarten, Teil VI: Braugarten Pilsner (4,8%)

Das zweite Bier von Braugarten ist jetzt offiziell fertig. Diesmal haben wir uns bemüht, ein anständiges Pils zu brauen, das einerseits mild und würzig, andererseits aber auch etwas hopfiger als andere sein sollte. Am Brautag war die gesamte Mannschaft (fast) vollzählig erschienen. Entsprechend unserer Vorstellungen haben wir das ursprüngliche Rezept angepasst und eine etwas stärkere Hopfung mit Magnum vorgenommen; eine Übersicht über die Zutaten findet sich auf der Homepage von Braugarten selbst.

Die technischen Aspekte haben wir mittlerweile ganz gut im Griff. Was mir persönlich immer noch etwas Sorgen macht, ist die Lagerung und Abfüllung. Meines Erachtens waren wir ein bis zwei Tage zu spät, daher hat die aktuelle Charge Pilsner etwas weniger Kohlensäure als erwartet (siehe auch bei den Verkostungsnotizen unten). Aber gut, das ist nichts, was man nicht hinkriegen könnte. Ansonsten sparen wir alle nun kräftig auf eine "richtige" Brauanlage mit etwa 200 Liter Produktionsumfang. Verdammt, sind die Dinger teuer ...



Art und Herkunft: Pilsner, Deutschland (Niedersachsen)

Besonderheiten: keine

Aussehen und Aroma: Aufgrund der Verwendung von Caramünch 2 ist es für ein Pilsner recht dunkel, aber nicht auffällig. Bernsteinfarben, würde ich sagen. Die Schwebeteile haben sich sehr gut in der Flasche abgesetzt, daher ist es - bei behutsamem Einschenken - klar wie es sich gehört. Es schadet aber auch nichts, wenn man etwas wilder eingießt ... dann ist es halt naturtrüb. Riechen tut unser Bier recht würzig, mit einer feinen, aber deutlichen Hopfennote, die nur wenig zitruslastig ist. Das Pilsner hat eigentlich eine kleine, aber feste Krone. Diese Charge hier war wohl etwas überlagert, daher diesmal überhaupt keine Krone.

Geschmack: Aus o.a. Gründen nur wenig (aber nicht gar keine) Kohlensäure. Sehr angenehm am Gaumen. Kräftig im Geschmack, der Hopfen kommt mit sehr leichten Grapefruitnoten durch.

Abgang: Frisch und kurz. Die bitteren Noten stehen etwas länger nach.

Fazit/Tipp: Wie beabsichtigt ein eher konventionelles Pils, das meines Erachtens aber genug eigenen Charakter hat, um nicht mittelmäßig zu sein. Mit etwas mehr Kohlensäure sollte es genau richtig sein.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint wegen der Sommerferien erst wieder am 30. Juli 2017.

- Euer Tomas Aquinas



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