Sonntag, 10. Januar 2021

Sind so kleine Biere, Teil CXIV: The Musketeers Troubadour Imperial Stout (9,0% Vol.)

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich schon einmal ein Bier der Brauerei The Musketeers hier im Blog: damals war es das Party on a Jamaican Beach (ein New England Pale Ale) aus der Bucket List-Serie. Bis vor ein paar Jahren hatten "die Musketiere" noch nicht die Kapazitäten, um alle ihre verschiedenen Serien selbst herzustellen, und ließen u.a. bei der Proefbrouwerij in Lochristi brauen. Im Jahr 2016 kauften sie eine alte Backsteinfabrik und ließen sie zur modernen Braustelle umbauen. Dort werden zurzeit etwa 8.000 Hektoliter pro Jahr produziert (pro Braugang zwischen  20 und 60 Hektoliter).

Das Imperial Stout heute gehört zur Troubadour-Reihe, welche gleichzeitig die älteste im Portfolio ist. Das allererste Bier von The Musketeers überhaupt war das Troubadour Blond (1999). Die Brauerei beschreibt das Imperial Stout als "echtes Imperial Stout, aber mit einem belgischen Akzent" ... was immer das heißen mag. Es soll starke Schokoladennoten haben, vielleicht deswegen. Wie alle Biere aus der Reihe ist es sowohl im Klein- als auch im Großgebinde (0,75) zu erwerben. Die heute vorgestellte Flasche lag etwa ein Jahr lang bei mir im Keller; gekauft habe ich sie bei belgiuminabox.com. Ich glaube, das Design hat sich mittlerweile geändert.



Art und Herkunft: Imperial Stout, Belgien (Ostflandern).

Besonderheiten: -

Aussehen und Aroma: Sehr dunkles Rotbraun, mit einer beigefarbenen, kleinen, festen Krone. In der Nase tatsächlich vielviel Schokolade, angefangen beim Schokoladencroissant bis hin zur dunklen Herrenschokolade. Rosinen und andere Trockenfrüchte runden das Geruchsbild ab.

Geschmack: Vollmundig-cremiges Mundgefühl trotz starker Kohlensäure. Trockenes Kakaopulver am Gaumen, dazu bittere Noten von starkem Espresso und etwas alkoholischer Dunst.

Abgang: Mittellang und recht trocken, mit einem dezent süßlichen Nachklang.

Fazit/Tipp: Ich persönlich kann mit vielen imperial Stouts nichts anfangen, wenn sie so dickflüssig wie Motoröl sind. Das hier ist jedoch durchaus gut zu trinken und daher für mich persönlich ideal. Kaufempfehlung (online zwischen 7 und 9 EUR)!

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 17.01.2021.

Verkostung: Jan B., Plattfuss, Tomas A. (VOR der Lockdownverschärfung)

Text: Tomas A.

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