Sonntag, 16. Dezember 2018

The Dubliner Irish Whiskey NAS (40% Vol.)

Jeder verheiratete Mann kennt das: "Wir schenken uns nichts zum Nikolaus" bestimmt forsch die Angetraute. Brav hält sich der Mann daran ... um pünktlich am 6. Dezember ein hübsch verpacktes Geschenk auf seinem Platzdeckchen vorzufinden. Selbst hat er natürlich - der Absprache gemäß - nichts besorgt. Wenn du, mein lieber Leser, also eines Tages heiraten solltest und deine liebe Frau sagt - zu welchem Anlass auch immer - "wir schenken uns nichts", dann, ja dann ist es Zeit, sich zum nächsten Juwelier aufzumachen. Aber ich schweife ab. Auf dem Platzdeckchen fand ich also zum Nikolaus The Dubliner vor, der gerade beim Netto um die Ecke für knapp 15,- EUR (inklusive Tumbler!) im Angebot war.

Die Marke ist etwas undurchsichtig, denn sie gehört Quintessential Brands, einer in London ansässigen Holding für alkoholische Getränke, die 2011 von einem ehemaligen Manager der Gruppo Campari und einem Investmentbanker gegründet wurde. Zum Portfolio gehören außerdem einige aus verschiedenen Supermärkten bekannte Irish-Cream-Liköre, von der Brogan's wohl die bekannteste ist. The Dubliner ist auch nicht die einzige Marke der Firma, die einen Bezug zur irischen Hauptstadt herstellen soll; es gibt auch noch eine Dublin Liberties Distillery (DLD), welche sich mit The Dubliner den Master Distiller (Darryl McNally) teilt. Auch tauchen die Whiskeys von The Dubliner auf der Webseite der DLD auf. So wie ich das verstehe, sollen alle Whiskeys wohl demnächst aus ein und derselben Destillerie kommen, welche in diesen Tagen (Dezember 2018) bezugsfertig sein soll.

Bis dahin - und daher auch für meine Flasche gesprochen - wird wohl von anderen Firmen zusammengekauft, gemischt und etikettiert. Zur tatsächlich momentan noch verantwortlich zeichnenden Brennerei kann man also leider nichts sagen. Betriebsgeheimnis. Der Dubliner ohne Altersangabe reift in Ex-Bourbonfässern. Wenn er mal nicht im Angebot ist, so kostet er (ohne Glas) etwa fünf Euro mehr.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Morland Old Golden Hen (4,1% Vol.)

Vor noch gar nicht langer Zeit, als es in Deutschland fast überhaupt gar kein ausländisches Bier zu kaufen gab (tatsächlich bedurfte es erst einer europäischen Regelung, bevor es im heiligen Geburtsland des heiligen Reinheitsgebots so weit war), gab es nicht weit von meiner Wohnung ein kleines Geschäft, in dem man - neben anderen Leckereien aus Großbritannien - auch eine kleine Auswahl an britischen Bieren bestaunen und auch erwerben konnte. Natürlich war das Angebot hauptsächlich für die Mitglieder der britischen Garnison in Osnabrück gedacht, aber selbstverständlich kauften da auch anglophile Deutsche wie ich ein. Das erste Bier, was ich von dort mitnahm, war das Old Speckled Hen von Morland. Ich kann nicht behaupten, dass ich mit diesem sehr malzigen roten Ale viel anfangen konnte, aber ganz schlecht war es nun auch nicht. Umso interessanter fand ich es, als ich einige Jahre später entdeckte, dass dieses Bier noch ein helleres und wahrscheinlich hopfigeres Geschwisterchen hat, eben das heute vor mir stehende Old Golden Hen.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Heute nix Neues ...

Liebe Leser*innen, leider können wir euch aus technischen Gründen keinen neuen Artikel bieten. Und "aus technischen Gründen" ist kein Euphemismus für "wir haben keine Lust". Wirklich nicht.

Bis nächste Woche!

Jan B., Plattfuss, Tomas A.