Sonntag, 2. September 2018

Samuel Smith's India Ale (5,0% Vol.)

Ist auch schon wieder fast zwei Jahre her, dass wir Biere von Samuel Smith's aus Tadcaster (Yorkshire) hier im Blog haben. Damals besprach ich - untypisch für mich - ein paar Stouts; heute bleibe ich näher an vertrauten Gefilden, mit einem (hoffentlich) knackigen und hopfigen IPA.

Die Brauerei ist eine der wenigen verbleibenden, die bei der Fermentation noch auf das System der Yorkshire Squares setzt: Hierbei handelt es sich um eine zweistufige Anordnung, bei der die gekühlte Würze in ein relativ flaches, meistens rechteckiges Becken gegeben wird, welches obendrauf noch eine weitere niedrigere Kammer sitzen hat. Die Würze verbleibt während der Gärung im unteren Becken, während der hefehaltige Gärschaum in die obere Kammer steigt. Eine ständige Umwälzung sorgt dafür, dass die Hefe jedoch weiterhin ihre Arbeit tun kann. Ist die Fermentation beendet, lässt man die Würze erneut ruhen, die Hefe setzt sich auf dem Oberdeck ab, und wenn das untere Becken in die Fässer entleert wird, läuft (so gut wie) keine Hefe mit hinein. Smith's benutzen immer noch traditionelle Squares aus Stein (genauer gesagt: Schiefer) für all ihre Biere (mit zwei Ausnahmen).

Art und Herkunft: IPA, England (Yorkshire).

Besonderheiten: -

Aussehen und Aroma: Sehr dunkles Gold bzw. Kupfer. Kleine Krone, obwohl das Bier trotz ruhiger Lagerung schnell aus der Flasche schäumt. Reiche und fruchtige Aromen, jedoch dezenter als bei vielen anderen IPAs. Gelbe Früchte: Aprikosen oder - besser noch - Pfirsiche.

Geschmack: Ein kräftig bitterer Antrunk mit reichlich Hopfen. Leicht säuerlicher Mittellauf. Schwarzer Tee.Ein Hauch von Bergamotte. Erdig. Sehr prickelnd.

Abgang: Mittel bis lang. Trocken und herb.

Fazit/Tipp: Ein relativ "typisches" IPA mit viel Hopfenwürze. Sehr erfrischend. Empfohlene Trinktemperatur (laut Werksangaben): 11°.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 9. September 2018.

Verkostung: Jan B. und Tomas A.

Text: Tomas A.


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