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Sonntag, 20. Mai 2018

Terrasjes doen in Amsterdam*

Ein Tagesausflug nach Amsterdam mag so manchem etwas übertrieben vorkommen, aber aus dieser Ecke Deutschlands sind es nur etwas mehr als 200 Kilometer, also auch nicht weiter, als wenn man nach Hamburg fährt. Gestern haben wir also (fast) die gesamte Redaktion von Blog Blong Dring nebst Anhang - soweit vorhanden - in einen Kleinbus verfrachtet und sind in aller Herrgottsfrühe aufgebrochen. Leider gibt es an niederländischen Tankstellen keinerlei Alkoholika zu kaufen, daher mussten alle Passagiere - da auch niemand an entsprechende Bevorratung gedacht hatte - bis zur Ankunft in der niederländischen Hauptstadt "trocken" bleiben.

Es war ein grauer Tag, aber trotzdem bewegten sich, uns mal ausgenommen, gefühlte hunderttausende Touristen durch Amsterdam. Wir hatten gottlob kein festes Besuchsprogramm aufgestellt, sondern rannten erst einmal wild durch die Gegend und suchten ein Ziel, zu dem wir rennen konnten.

Erster richtiger Zwischenstopp (nach dem obligatorischen Durstlöschen) war die Brauerei De Prael am Oudezijds Voorburgwal 30. Genauer befinden sich dort die Brauanlage und der Werksverkauf; das dazugehörige Lokal ist eine Querstraße weiter links im Oudezijds Armsteeg 26. De Prael ist nicht nur irgendeine beliebige weitere Craftbrauerei, sondern gleichzeitig ein soziales Projekt, dessen wichtigstes Anliegen es ist, "Menschen mit großem Abstand zum Arbeitsmarkt" (so die Firma) wieder die Möglichkeit zu geben, produktiv zu sein. Daher gab es seit dem Beginn vor 13 Jahren auch Unterstützung von verschiedenen großen sozialen Stiftungen der Niederlande. Alles in allem also auch etwas, was man guten Gewissens unterstützen kann und sollte. Neben den genannten Lokalitäten gibt es auch eine ganz neue Gaststätte samt Brauerei im Hafengebiet von Amsterdam sowie eine Niederlassung in Den Haag. Im festen Programm sind zurzeit elf Biere sowie einige saisonale Spezialitäten, von denen man die meisten auch im Proeflokaal testen kann (Essen gibt es auch). Das Milkstout und das Liquid Bacon riefen keine besondere Begeisterung bei uns hervor. Das Johnny (ein Bier, welches an ein kräftiges deutsches Pils erinnern soll) sowie das nach englischer Art gebraute Mild Ale waren allerdings schon sehr viel bekömmlicher.