Sonntag, 17. September 2017

Sind so kleine Biere, Teil LIX: Riedenburger Historisches Emmerbier (5,1% Vol.)

Bier, das aus Emmer hergestellt wird, kommt uns heutzutage vielleicht ein bisschen ungewöhnlich vor. Das kann aber auch daran liegen, dass dieses Urgetreide bei uns so selten geworden ist, obwohl es als Nahrungs- und auch Brauzutat durchaus noch eine kleine Ecke älter ist als die Gerste. Die alten Sumerer, die wahrscheinlich die Bierherstellung im großen Stil erfunden haben, bevorzugten das Emmerbier, obwohl auch sie bereits mit Gerste zu brauen verstanden.

Dass der Emmer heute als Kulturpflanze ein Nischendasein fristet, liegt nicht daran, dass es etwa, mit anderen Getreidesorten verglichen, minderwertiger oder ungesünder oder schädlingsanfälliger sei (das gegenteil ist eher der Fall!), sondern daran, dass es viel weniger Ertrag abwirft ... etwa ein Viertel weniger als z.B. Weizen oder eben auch Gerste. 

Ein paar Brauereien stellen aber (wieder) Bier aus dieser alten Pflanzenart her, unter anderem eben auch das Riedenburger Brauhaus in (Überraschung!) 93339 Riedenburg. Das ist übrigens im Altmühltal. Die Firma wurde bereits 1866 gegründet und befindet sich immer noch in den Händen derselben Familie (Krieger). Neben dem obligatorischen Weißbier, welches auch das ursprünglich erste Produkt von Riedenburger war, und anderen typischen Sorten werden heute auch mehrere Biere angeboten, die mit seltenen Getreiden gebraut werden, unter anderem z.B. mit Hirse.

Art und Herkunft: Emmerbier, Deutschland (Bayern).

Besonderheiten: zu 50 Prozent (und nicht etwa komplett, wäre wahrscheinlich zu teuer) aus Emmermalz sowie weiteren Getreidesorten gebraut.

Sonntag, 10. September 2017

Sind so kleine Biere, Teil LVIII: Old Engine Oil vs. Engineer's Reserve (Harviestoun)

Harviestoun gibt es nun schon mehr als 30 Jahre lang ... eine typische Gründung durch einen Biernerd, der irgendwann beschloss, sein eigenes Bier zu brauen und dann durch Fleiß und Weitblick ein florierendes Unternehmen daraus machte. Im heutigen Fall hieß der bewusste Biernerd Ken Brooker und wie unsereins fing er im Schuppen hinter dem Haus mit ein paar Pötten und Pannen an zu brauen. In den ersten Jahren expandierte er langsam, aber stetig (neuer Schuppen, neue Pötte), bis er um 1988/89 herum begann, sein erstes Bier (genannt Harviestoun Real Ale) in größeren Mengen zu verkaufen, weshalb er dann auch eine professionelle Anlage anschaffen musste. Viele Jahre später, genauer gesagt in 2006, verkaufte Ken sein Unternehmen an die Caledonian Brewing Company (CBC), welche einige Zeit danach selbst von einer anderen Brauerei geschluckt wurde. Am Ende (2008) wäre Harviestoun beinahe beim Brauereigiganten Heineken gelandet, aber da kamen ein paar Manager von CBC, kauften die Firma aus dem Konglomerat heraus und erhielten sie so der Nachwelt als unabhängigen Produzenten.

Zwar bieten die Leute aus Alva eine ganze Reihe verschiedener Biere an, aber am bekanntesten sind sie international vielleicht für ihr Bitter & Twisted und das heute hier persönlich anwesende Old Engine Oil. Von letzterem gibt es einige Abarten, unter anderem das ebenfalls vor uns stehende Engineer's Reserve, im wesentlichen ein Old Engine Oil (OEO) mit erhöhtem Alkoholgehalt (diese Variante wurde vom amerikanischen Generalimporteur angeregt) sowie das Ola Dubh, ein OEO, welches in Single-Malt-Fässern (Highland Park) reifte.

Zwischendurch: Ach übrigens ...


... vielen Dank an all unsere Leserinnen und Leser!



Sonntag, 3. September 2017

Atalanti Hellas Pils (4,5% Vol.)

We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars hat Oscar Wilde einmal geschrieben (übrigens in seinem hierzulande weniger bekannten Stück Lady Windermeres Fächer). Frei übersetzt: wir alle möchten was trinken, aber einige von uns haben gerade nur ein Dosenbier aus Griechenland in der Hand.

Griechisches Bier ... was weiß ich darüber, außer, dass Plattfuss es als Erfrischung zum letzten Brautag mitgebracht hat? Nicht viel, ehrlich gesagt. Dass die Griechen an und für sich Bier brauen, ist nicht ganz abwegig, denn ihr erster König in der Neuzeit kam ja aus Bayern. Auch meine ich gelesen zu haben, dass die erste moderne Brauerei in Griechenland ebenfalls von einem Landsmann Ottos gebaut wurde ... stimmt: hier steht es. Tatsächlich habe ich mich in den letzten paar Stunden mal ein bisschen in die Bierkultur des Landes eingelesen und war erstaunt, dass es anscheinend doch einige interessante und reizvolle Biersorten dort zu geben scheint, unter anderem schwere Lagerbiere und auch Pale Ales, wie man munkelt.

"Leider" erwartet uns für dieses Mal aber wahrscheinlich etwas Anspruchsloseres, wenn es schon Pils heißt. Auch die Brauerei, in der es hergestellt wird (Atalanti, nach dem Ort, wo sie steht), ist ein wenig obskur. Leider hat die Webseite nur eine griechische Version, darum arbeite ich hier mit dem Google-Übersetzer, der übrigens Griechisch-Englisch besser zu können scheint als Griechisch-Deutsch. Gegründet wurden sie 1988, als Tochter einer ungenannt bleibenden deutschen (!) Brauereigruppe. In rein griechischer Hand seit 1998, mit Lizenzrechten für die Produktion von Stella Artois, Löwenbräu und auch Krombacher. Sie haben auch natürlich eigene Biere, unter anderem das Berlin, ein nach dem deutschen Reinheitsgebot gebrautes Lager. Das Hellas Pils ist anscheinend das Ur-Bier von Atalanti (1996). Lobend wird hervorgehoben, dass es "über 21 Tage lang vollständig vergoren wird". Na, das lässt doch hoffen.

Sonntag, 27. August 2017

Sind so kleine Biere, Teil LVII: Oskar Blues Dale's Pale Ale vs. Great Divide Denver Pale Ale

Zwei Craftbiere in der Dose? Geht das überhaupt? Jau, das geht. Haben wir auch neulich schon mal gehabt. Ich war am Anfang auch skeptisch und hielt das für einen neuen Hype, aber mittlerweile glaube ich, in der Dose könnte tatsächlich die Zukunft des Bieres liegen. Das Getränk bleibt viel besser haltbar, da vor Licht- und Lufteinwirkung geschützt, und bei vernünftigen Herstellungs- und Recyclingverfahren ist auch die Umweltbilanz nicht schlechter als bei der immer und immer wieder transportierten und gereinigten Mehrwegflasche.

Wie auch immer. Heute also zwei Craftbiere aus der Dose, beide aus den USA, beide aus Colorado. Beide so genannte American Pale Ales. Was das ist, fragt ihr? Eine amerikanische Variation des klassisch-englischen Pale Ale (oder auch Bitter), jedoch mit "fruchtigeren" Hopfensorten, also z.B. Cascade oder Citra. Die Dosen sind übrigens auch ansprechend gestaltet, da werden richtig Künstler eingekauft, es gibt limitierte Auflagen usw.

Die Oskar Blues Brewery wurde 1999 als Brauerei gegründet (vorher war sie nur eine Kneipe), und zwar in der Nähe von Boulder, Colorado. Heute hat die Firma drei verschiedene Standorte, an denen Bier produziert wird, nämlich einmal immer noch nahe am ursprünglichen Standort, einmal in Texas und einmal in North Carolina. Das heute besprochene Dale's Pale Ale ist deren Ur-Bier, benannt nach dem Gründer und Besitzer Dale Katechis. Die Brauerei hat natürlich viele weitere Biere (alle im Fass oder in Dosen; Flaschen gibt es nicht) im Angebot, unter anderem ein Coffee Porter und ein Scotch Ale. Traditionelle amerikanische Softdrinks gibt es unter dem Markennamen B. Stiff and Sons auch noch.

Die Great Divide Brewing Company sitzt ebenfalls in Colorado, allerdings in der Hauptstadt Denver. Ansonsten ist sie etwas älter als Oskar Dale's (1994), aber auch das Projekt eines einzelnen Mannes, nämlich Brian Dunn, der mit einem Kleinkredit in der Tasche und vielen Ideen im Kopf anfing, sein eigenes Bier herzustellen. Großen Wert legt die Brauerei darauf, möglichst alle Zutaten lokal einzukaufen und möglichst umweltfreundlich zu arbeiten. Die Angestellten erhalten z.B. Jahreskarten für den ÖPNV. Auch Great Divide bietet viele verschiedene Biersorten und -stile an. Das Denver Pale Ale wurde 1997 zum ersten Mal aufgelegt. Für die Gestaltung der Dosen werden wechselnde Künstler engagiert. Die heutige Dose stammt aus Serie 1 (Josh Holland).

Sonntag, 20. August 2017

Sind so kleine Biere, Teil LVI: St. Louis Gueuze Fond Tradition vs. Chapeau Cuvée Oude Gueuze

Über Geuze (auch Gueuze geschrieben) und verwandte Biere haben wir an dieser Stelle schon oft berichtet; insbesondere Tom hat sich in den letzten Jahren damit hervorgetan. Ich würde aber trotzdem ganz gerne ein paar grundsätzliche Worte über diesen - in Deutschland nicht sehr bekannten - Bierstil verlieren, zumindest für diejenigen, die heute das erste Mal auf unserer Seite sind. Ich mache es auch relativ kurz, bevor ich zur eigentlichen Verkostung komme. Wer schon hinlänglich informiert ist, kann die beiden folgenden Absätze aber selbstverständlich gerne überspringen.

Es beginnt mit Lambiek (oder auch Lambik oder auch Lambic). Dieses Bier entsteht (was früher bei Bieren die Regel, heute aber die absolute Ausnahme ist) durch spontane Gärung. Anders als bei anderen Bieren wird hier vom Brauer keine Hefe zugesetzt, sondern das Bier "infiziert sich" mit wilden Hefestämmen (meistens der Gattung saccharomyces), welche in der Umgebungsluft der Brauerei vorkommen. Diese Hefestämme gibt es in Belgien fast ausschließlich im Tal des Flusses Zenne; Lambiks können aber auch anderswo hergestellt werden (einer unserer Kandidaten heute kommt z.B. aus einer ganz anderen Gegend Belgiens). Die weitere Gärung des Biers (unter anderem mit Hefe der verschiedenen brettanomyces - Stämme) findet in Eichenholzfässern statt, die teilweise einige hundert Jahre alt sein können. Auch hier wird die Hefe nicht zugesetzt, sondern sie befindet sich im Holz. Die entstehende Kohlensäure entweicht durch die Fasswände; reines Lambik sprudelt also nicht. Es ist auch recht sauer. Normalerweise wird es darum auch nicht pur getrunken, sondern weiterverarbeitet. Entweder zu einem der berühmten belgischen Fruchtbiere (nicht zu verwechseln mit einem Biermischgetränk), indem man Früchte und eventuell noch Zucker oder Süßstoffe dazugibt oder auch zu Geuze, einer Mischung verschieden alter Lambiks. In jedem Falle unterzieht man diese Produkte einer Flaschennachgärung, sodass sie dann auch wieder Kohlensäure enthalten. Diese Methode ähnelt der Reifung von Champagner; viele Geuzeflaschen (insbesondere die großen á 0,75 Liter) haben denn auch einen Champagnerkorken.

Geuze wird also nicht gebraut, sondern aus Lambiks verschnitten (der Fachmann spricht hierbei vom "Stechen"). Darum gibt es auch keine Geuzebrauereien, sondern nur Lambikbrauereien (welche dann aus ihren Lambiks Geuze herstellen) und "Geuzestechereien" (geuzestekerijen), welche Geuze herstellen, die Lambiks jedoch von anderen Anbietern ankaufen müssen. Es gibt sehr bekannte Geuzestechereien (u.a. De Cam und Hanssens), aber die heute vorgestellten Biere kommen von "echten" Lambikbrauereien.
Geuze ist, wie Lambik, in ihrem Urzustand sehr sauer und beileibe nicht jedermanns Geschmack. Darum wurden in den letzten 50 Jahren oder so die meisten Geuzen künstlich gesüßt, indem man Zucker oder Süßstoff hinzufügte. Seit etwa einem Jahrzehnt gibt es - wie auch in anderen Bereichen - einen Trend zurück zu mehr Natürlichkeit. Viele Anbieter gehen heute dazu über, neben den etwas gefälligeren Mainstreamprodukten wieder Geuzes (und andere Lambikprodukte) "wie anno dazumal", also ohne Hinzufügen von Zusatzstoffen herzustellen. Im Falle der Geuze spricht man dann normalerweise von Oude Geuze (Alter Geuze), womit aber nicht das individuelle Alter des Produktes (Geuze usw. sind sowieso sehr, sehr lange haltbar, oft mehr als zwanzig Jahre) gemeint ist, sondern eben die Herstellungsmethode. Heute versuchen wir einmal zwei typische Vertreter dieser neuen/alten Gattung.

Sonntag, 13. August 2017

Sind so kleine Biere, Teil LV: Fyne Ales Jarl (3,8% Vol.)

Den Ort, wo unser heutiges Bier gebraut wird, musste ich erst einmal bei Google Maps nachschlagen: Achadunan, Cairndow, Argyll. Okay, am nördlichen Ende von Loch Fyne, in den südwestliche Ausläufern der Highlands, nicht weit von Loch Lomond. Und Fyne Ales natürlich nicht nur, weil sie "fein" schmecken, sondern auch, weil die Anlage fast am gleichnamigen See liegt. Begonnen hat sie vor siebzehn Jahren als Projekt der Familie Delap, der die Hausbrauerei (es gibt auch noch eine Bar und einen Werksverkauf am selben Ort) immer noch gehört. Ganz ganz klein ist die Firma heute nicht mehr: wenn ich richtig gerechnet habe, dann produzieren sie heute bis zu etwa 15.000 Liter pro Bier in der Woche, also etwa 7.700 Hektoliter im Jahr. Und das Ganze - wenn ich wiederum richtig gezählt habe - mit 13 Angestellten.

Die ersten drei Biere, die sie hergestellt haben, waren das Piper's Gold, das Maverick und das Highlander. Die letzteren beiden gehören immer noch zum Sortiment (in der Reihe Modern Classics), das Piper's Gold wird heute nicht mehr angeboten. Überhaupt haben die Leute von Fyne Ales ein beachtliches Sortiment von aktuellen und vergangenen Bieren, unter anderem auch eine Gose oder ein fassgelagertes Imperial Stout. Alle Biere werden mit Regen- bzw. Flusswasser und der firmeneigenen (zweihundert Jahre alten) Hefekultur gebraut.

Das heute vorgestellte Jarl (ein skandinavisches Wort für einen Edelmann im Range eine Grafen, vergleiche den englischen Adelstitel Earl) ist ein so genanntes Session Ale, ein traditioneller Begriff für ein Bier, das im Alkoholgehalt reduziert und "wenig anstrengend zu trinken" ist.


Art und Herkunft: Session Ale, Schottland (Argyll & Bute).

Besonderheiten: Gebraut mit Citra.

Aussehen und Aroma: Hellgelb und trübe, mit einer kleinen Krone. Würzig und fruchtig in der Nase, Grapefruit und Zitrone (Überraschung!!)

Geschmack: Sehr hopfig und nur leicht säuerlich. Eher würzig. Kamille? Minze? Herbstwiese.

Abgang: Kurz bis mittel. Schnell verflogen.

Fazit/Tipp: Tatsächlich ein recht leichtes und erfrischendes Vergnügen, das man "auf einen Sitz" einfüllen kann. Für Plattfuss war es etwas anstrengender wegen des ausgeprägten Hopfens, den er ja nicht so mag. Für alle anderen: moladh!

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 20. August 2017.

- Euer Tomas Aquinas



Sonntag, 6. August 2017

Captain Morgan Mutineer (5,9% Vol.)

Brauen ist ein durstiges Geschäft. Und weil gestern wieder Brautag (für das neue Projekt Braugarten Altbayrisch Dunkel) war, haben wir die Gelegenheit genutzt, mal wieder ein bis acht Biere, die noch so da waren, der Reihe nach zu verkosten. Das Wetter war hier oben ja nicht so toll, deswegen waren die Biere eher wärmend als erfrischend, aber Hauptsache ist ja, dass sie tun, was sie sollen.

Mit dem Mutineer springt Captain Morgan nun auch noch auf den Biermischtrend auf, der schon seit ein paar Jahren fröhliche Urständ feiert ... vielleicht ahnt Ihr schon, dass ich nicht der größte Fan der ganzen Sache bin. Ich sehe wirklich nicht den Sinn darin, in ein schönes Bier noch irgendwelche Aromen reinzukippen. Dann kann man ja auch gleich Limo saufen. Oder ein besseres Bier - eines, das ein bisschen Eigengeschmack hat. Aber nun gut, jede(r) wie er/sie es mag.

Dies ist, was der Captain selbst zum neuen Produkt zu sagen hat:
Die Weltmeere durchkämmt und an jedem Hafen angehalten, habe ich Biere von überall probiert - immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas, um meinen Durst zu stillen. Am Ende war es meine eigene geniale Erfindung: Ein spritzig-frisches Lager mit leichtem Zitrus-Charakter und dem legendären Geschmack von Captain Morgan Rum!
Okay, also nicht im Rumfass gelagert oder sonstwas, sondern nur mit Aroma. Ist ja auch billiger und für ein "neues Szenegetränk" wahrscheinlich auch sinnvoller. Was will der Hipster auch schon mit einem barrel aged beer? Vom Konzept her also sowas wie Desperados, das es ja auch schon einige Jahre lang gibt.

Sonntag, 30. Juli 2017

Stone IPA (6,9% Vol.)

Eigentlich sollte dieser Beitrag Teil 55 der Reihe Sind so kleine Biere werden, aber dann habe ich mal nachgeschaut, was die Stone Brewing Company im kalifornischen Escondido so jährlich braut: wow! Gut 400.000 Hektoliter, mit Option auf 700.000. Ja sorry, aber das ist nun - selbst bei wohlwollender Betrachtung - keine kleine Brauerei mehr.

In Escondido sagte ich? Ja, da ist der Firmensitz (und auch eine Produktionsstätte), aber die Stone Brewing (SBC) ist auch noch an zwei anderen Standorten mit Anlagen präsent: in Berlin (dem deutschen Berlin, wohlgemerkt) und Richmond, Virginia. Ein international agierender Craft Brewer also. Gegründet im Jahr 1996 in San Diego, von Greg Koch und Steve Wagner (heute beide noch aktiv als Vorstandsvorsitzender bzw. Präsident der Firma). Wie so oft fing es mit Biertrinkern an, die meinten, es doch besser zu können als die ganzen industriellen Massenbrauereien ... und sich dann Schritt für Schritt an das Geschäft herantasteten. Heute stellt die SBC nicht nur Bier her, sondern verkauft es auch in eigenen Läden und eigenen Gastrobetrieben (Stone Brewing World Bistro and Gardens, drei Standorte).

Neben einer sehr großen Anzahl saisonaler und sonstiger Spezialitäten sowie Bieren, die in Kooperation mit anderen Brauern entstanden sind, umfasst die core range, welche jederzeit verfügbar ist, insgesamt sechs verschiedene Produkte. Dazu gehört auch das heute vorgestellte Stone IPA (die SBC fokussiert sehr stark auf IPAs, es ist also mitnichten das Einzige im Angebot), welches gleichzeitig auch das überhaupt allererste Bier der Firma (vorgestellt 1997) war.

Freitag, 21. Juli 2017

Zwischendurch: Kurz mal verschnaufen!

Liebe Leser, die gesamte Redaktion macht dieses Wochenende mal eine kleine kreative Pause um im eigenen Garten oder im Kleingarten zu liegen, an die See zu fahren, bzw. im Biergarten oder vor der Playstation zu sitzen.

Darum gibt es erst nächsten Sonntag wieder einen neuen Beitrag. Genießt die Sonne!

- Euer Tomas Aquinas


Sonntag, 16. Juli 2017

Zwischendurch: Schnäppchen oder Neppchen? (KW 29, 2017)

Ab Donnerstag, dem 20. Juli, bietet Aldi Nord wieder verschiedene Sorten Kaffeelikör der Marke "Ravini" an. Preis: 3,99 für den halben Liter. Ich bin zwar kein großer Likörtrinker, aber zumindest den Espresso habe ich ganz gerne zu Hause - sei es für einen Schluck zwischendurch, für Gäste - oder auf Vanilleeis. Kann man sich definitiv mal holen.

Projekt Braugarten, Teil VI: Braugarten Pilsner (4,8%)

Das zweite Bier von Braugarten ist jetzt offiziell fertig. Diesmal haben wir uns bemüht, ein anständiges Pils zu brauen, das einerseits mild und würzig, andererseits aber auch etwas hopfiger als andere sein sollte. Am Brautag war die gesamte Mannschaft (fast) vollzählig erschienen. Entsprechend unserer Vorstellungen haben wir das ursprüngliche Rezept angepasst und eine etwas stärkere Hopfung mit Magnum vorgenommen; eine Übersicht über die Zutaten findet sich auf der Homepage von Braugarten selbst.

Die technischen Aspekte haben wir mittlerweile ganz gut im Griff. Was mir persönlich immer noch etwas Sorgen macht, ist die Lagerung und Abfüllung. Meines Erachtens waren wir ein bis zwei Tage zu spät, daher hat die aktuelle Charge Pilsner etwas weniger Kohlensäure als erwartet (siehe auch bei den Verkostungsnotizen unten). Aber gut, das ist nichts, was man nicht hinkriegen könnte. Ansonsten sparen wir alle nun kräftig auf eine "richtige" Brauanlage mit etwa 200 Liter Produktionsumfang. Verdammt, sind die Dinger teuer ...

Sonntag, 9. Juli 2017

Bierwochenende in Antwerpen, Teil II: Die Wertung

Als Vorbermerkung soll genügen, dass jeder von uns die Möglichkeit hatte, einmal eine besonders hohe und einmal eine besonders niedrige Wertung (drei Punkte) abzugeben. Das Gauloise Ambrée von Du Bocq wurde nur von Plattfuss bewertet (ich war gerade woanders). Zur Einordnung der Bewertungen sei gesagt, dass Plattfuss eher malzige Biere bevorzugt, bei mir dagegen können sie fast nicht hopfig genug sein.

Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 16. Juli 2017.

- Euer Jan B. und Plattfuss

Brauerei
Bier
PLF
JB
GES
AB InBev
Leffe Royale Ella
+
++
3
AB InBev
Leffe Royale. Mapuche
++
+
3
Alken Maes
Brugs
-
0
-1
Alken Maes
Ciney Blond
+
++
3
Alken Maes
Ciney Bruin
+
+
2
Alken Maes
Hapkin
0
0
0
Alken Maes
Postel Blond
+
+
2
Anthony Martin
Waterloo Strong Dark
+
0
1
Boon
Black Label
+
+
2
Bosteels
Deus Brut de Flandres
-
+
0
Bosteels
Tripel Karmeliet
0
0
0
Cornelissen
Bosbier
++
+++
5
Cornelissen
King Mule IPA
0
0
0
Cornelissen
Kriek Lager
0
++
2
Cornelissen
Limburgse Lime
-
++
1
Cornelissen
Ops-Ale
+
+
2
Cornelissen
Pax Pils
+
+
2
Corsendonk (Du Bocq)
Dubbel Kriek
0
+
1
Corsendonk (Du Bocq)
Grand Hops 2017
0
++
2
Corsendonk (Du Bocq)
Pater
+
+
2
Corsendonk (Du Bocq)
Tempelier
+
+
2
De Brabandere
Petrus Aged Red
+++
++
5
De Brabandere
Wild Funky
0
+
1
De Glazen Toren
Saison D’Erpe-Mere
+
++
3
De Halve Maan
Straffe Hendrik Héritage
0
---
-3
De Halve Maan
Straffe Hendrik Tripel
0
0
0
De Halve Maan
Straffe Hendrik Wild
---
-
-4
De Hoorn (Palm)
Arthur’s Legacy Hopless Ginny
+
-
0
De Hoorn (Palm)
Cornet
+
0
1
De Landtsheer
Malheur 10°
+
+
2
De Landtsheer
Malheur 12°
0
-
-1
De Landtsheer
Malheur Dark Brut
-
--
-3
De Landtsheer
Novice Black Tripel
+
-
0
Des Rocs
Blanche des Honnelles
+
++
3
Du Bocq
Blanche de Namur Appel
+
+
2
Du Bocq
Blanche de Namur Rosée
+
-
0
Du Bocq
Gauloise Ambrée
+
x
*1
Dubuisson
Bush de Charme
+
-
0
Dubuisson
Surfine
0
+
1
Dupont
Saison Dup. Cuvée Dry Hoppg.
0
+
1
Dupont
Triomfbier
0
+
1
Duvel Moortgat
De Koninck Lost in Spice
0
+
1
Duvel Moortgat
Duvel Barrel Aged
-
0
-1
Duvel Moortgat
Duvel Tripel Hop 2017
0
+
1
Duvel Moortgat
Liefmans Yell’Oh
+
++
3
Duvel Moortgat
Tank 7
+
+
2
Duvel Moortgat
Vedett IPA
0
+
1
Huyghe
Abdij Averbode
0
+
1
Huyghe
Delirium Argentum
0
0
0
Lefebvre
Blanche de BXL Rosée
+
0
1
Lefebvre
Floreffe Prima Melior
+
+
2
Lefebvre
Manneken Pils
+
+
2
Lefebvre
Newton
++
+
3
Leroy
Stout Leroy
-
0
-1
Musketeers (Proefbrouwerij)
Antigoon Dubbel Blond
0
0
0
Omer Vander Ghinste (Bockor)
Cuvée des Jacobins Prestige
0
+
1
Omer Vander Ghinste (Bockor)
Vanderghinste Roodbruin
+
+
2
Oud Beersel
Vandervelden 135 Oude Geuze
+
++
3
Rodenbach (Palm)
Alexander
+
++
3
Rodenbach (Palm)
Caractère Rouge
0
++
2
Rodenbach (Palm)
Vintage
-
++
1
Siphon Brewing
Blinker
0
+
1
St Feuillien
Belgian Coast IPA
-
++
1
St Feuillien
Limited Edition 2
+
0
1
Timmermans (Anthony Martin)
Lambicus Blanche
+
+
2
Urthel (De Koningshoeven)
Hop-It
0
++
2
Van Steenberge
Augustijn Grand Cru
+
-
0
Van Steenberge
Baptist
0
+
1
Van Steenberge
Gulden Draak Quadrupel
-
-
-2
Van Steenberge
Piraat Rum
0
0
0
Höchste Bewertung: Bosbier (Cornelissen) / Petrus Aged Red (De Brabandere)
Niedrigste Bewertung: Straffe Hendrik Wild (De Halve Maan)
Höchste Einzelbewertung Jan B.: Bosbier (Cornelissen)
Niedrigste Einzelwertung Jan B.: Straffe Hendrik Héritage (De Halve Maan)
Höchste Einzelwertung Plattfuss: Petrus Aged Red (De Brabandere)
Niedrigste Einzelwertung Plattfuss: Straffe Hendrik Wild (De Halve Maan)
Beste Neuvorstellung: Leffe Royale Ella (AB InBev) / Liefmans Yell‘Oh (Duvel Moortgat) / Alexander (Rodenbach)